Kategorie: Obata

Häufig gestellte Fragen

Obata

Obata Shuzo auf der Insel Sado verbindet einen klar benannten Herkunftsort mit einer vielseitigen heutigen Sake-Auswahl. Die Brauerei hat ihren Sitz in 449 Manoshinmachi, Sado City, in der Präfektur Niigata. Damit liegt der Hersteller nicht auf dem japanischen Festland, sondern auf Sado, jener Insel vor Niigata, die auch in mehreren aktuellen Abfüllungen unmittelbar wiederkehrt.

Bei Obata ist Sado mehr als eine Ortsangabe auf dem Etikett. Besonders deutlich wird das beim Reis. Für den Obata Manotsuru MIKU, einen Junmai Daiginjo, kommt ein besonderer Reis zum Einsatz, der ausschließlich auf Sado angebaut wird. Der Kalk von Muscheln im Boden trägt bei dieser Abfüllung zu einer leicht süßlichen und mineralischen Note bei. Auch der Obata Manotsuru Toki to Kurasu bleibt eng mit der Insel verbunden: Für diesen Junmai Ginjo wird spezieller Sake-Reis von Sado verwendet. Sein Charakter ist leicht und trocken.

Diese beiden Flaschen zeigen, wie Obata den Standort über konkrete Zutaten in den Sake einbindet. Zugleich ist das gegenwärtige Sortiment nicht auf einen einzigen Stil festgelegt. Der Obata Manotsuru Dry Junmai ist sehr trocken, dabei leicht, und wird als Begleiter zu Fischgerichten beschrieben. So steht neben den stärker von Insel und Reis erzählenden Abfüllungen auch ein geradliniger Junmai, dessen Profil vor allem durch Trockenheit und Leichtigkeit bestimmt wird.

Eine weitere Seite der heutigen Arbeit zeigt der Obata Kandel Junmai Daiginjo Pizzicato Orikarami. Für ihn werden ausschließlich Zutaten aus der näheren Umgebung der Brauerei verwendet; die Energie für den Brauprozess stammt vollständig aus regenerativen Quellen. Diese Merkmale gehören ausdrücklich zu dieser Abfüllung. Innerhalb der Herstellerwelt ergänzen sie die Verbindung von Sado und Reis um einen gegenwärtigen Blick auf regionale Zutaten und Energieversorgung.

Obata Shuzo lässt sich deshalb über das Zusammenspiel von Ort, Reis und unterschiedlichen Sake-Stilen verstehen. Sado bildet den konkreten geografischen Rahmen, während die einzelnen Flaschen jeweils einen eigenen Teil dieser Brauerei-Story erzählen: durch Inselreis, trockene Junmai-Profile oder Zutaten aus der unmittelbaren Umgebung. So entsteht kein einheitliches Geschmacksbild, sondern ein Sortiment, dessen Gemeinsamkeit in der wiederkehrenden Beziehung zwischen Obata und seinem Standort auf Sado liegt.